Schulhund

Die Schulhündin Lana
an der Städt. Gesamtschule Kaarst-Büttgen 

„Man kann ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht!“
Zitat von Heinz Rühmann 

LanaDie Labradorhündin Lana ist am 10.04.2014 in Kaarst geboren und seit dem Schuljahr 2014/15 der Schulhund an der Städt. Gesamtschule Kaarst-Büttgen. Sie besuchte regelmäßig die Welpen- und Junghundeschule und absolvierte mehrere Einzelstunden mit einer Hundetrainerin. Bereits seit dem Welpenalter begleitet Lana Frau Müller an 2-3 Tagen im Schulalltag, wobei Hund und Halterin grundsätzlich ein Team bilden. Der Hund darf dabei nicht als Unterrichtsmaterial angesehen werden, sondern als ein Lebewesen, das bei seiner Halterin lebt und von ihr begleitet und versorgt wird.

Lana geht 2-3 Tage zur Schule und befindet sich entweder im Schulhundraum oder in einer für die Kinder nicht zu betretenden Ecke im Klassenzimmer. Der Kontakt mit dem Labrador erfolgt nur mit Erlaubnis der Halterin sowie unter Berücksichtigung der vorher gründlich erarbeiteten Regeln. Von August bis November 2015 absolvierte Lana erfolgreich die Ausbildung zum Schulhund. Diese ist laut dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW erforderlich für den Einsatz eines Schulhundes. Jährlich finden verschiedene Fortbildungen seitens des Schulhundarbeitskreises statt, an denen Frau Müller und Lana gemeinsam als Hund-Lehrkraft-Team teilnehmen. Inhalte dieser Fortbildungen sind u.a.:

  • Der Grundgehorsam des Hundes
  • Kenntnisse über Körpersprache bei Hund und Mensch
  • Regelmäßige Fortbildung und Austausch zur hundgestützen Pädagogik
  • Die Kompetenz, Stress bei sich, den Kindern und dem Hund zu erkennen und in der Lage zu sein, den Hund sofort aus Stresssituationen herauszuholen
  • Gesundheitsvorsorge
  • Austausch von Regeln im Umgang mit dem Schulhund

Lana2Tiergestützte Pädagogik

Der Einsatz des Schulhundes an der Städt. Gesamtschule Kaarst-Büttgen erfolgt nach der „Tiergestützten Pädagogik“. Darunter versteht man, dass durch den Einsatz eines systematisch ausgebildeten Tieres in der Schule eine Verbesserung der Lernatmosphäre, der individuellen Leistungsfähigkeit und der sozial-emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern eintreten sollen. Der Hund wird somit als Unterstützung pädagogischer Prozesse aktiv und passiv von Frau Müller regelmäßig in den Schulalltag integriert.

Die Hundeführerin verpflichtet sich, dass der Hund als Familienmitglied art- und tierschutzgerecht im Haushalt lebt und u.a. folgende Qualitätsstandards in der hundgestützten pädagogischen Arbeit eingehalten werden (vgl. www. Schulhundweb.de):

Ausbildung

  • Eine Ausbildung erfolgt immer im Team.
  • Eine qualifizierte Teamausbildung mit umfassenden ethologischen Kenntnissen u. a. über die Körpersprache und das Lernverhalten des Hundes sind grundlegende Voraussetzungen für einen qualifizierten Einsatz.
  • Die Hundeführerin muss in besonderem Maße die Kompetenz besitzen, Stress bei sich, den Schülern und dem Hund zügig zu erkennen und adäquat zu reagieren.
  • Für den dauerhaften Einsatz ist neben der Grundausbildung (Hundeführerschein o.ä.) eine angemessene Aus- und Weiterbildung im Bereich hundgestützter Pädagogik für Mensch-Hund-Teams (z. B. Schulhund, Therapiebegleithund, Berufsbegleithund) von mindestens 60 Stunden erforderlich.

Hygienebestimmungen

  • Das Gesundheitsattest des Tierarztes muss über die gute Allgemeinverfassung des vorgestellten Hundes Auskunft geben.
  • Außerdem ist für eine regelmäßige Endoparasitenprophylaxe (entweder durch regelmäßige Entwurmung oder Kontrolle durch Abgabe von Kotproben) und Ektoparasitenprophylaxe zu sorgen.
  • Der Hund darf keinen Zugang zur Küche erhalten, in der Lebensmittel zubereitet werden.
  • Eine Möglichkeit zum Händewaschen muss vorhanden sein.

Einsatz

  • Jeder Einsatz in der hundgestützten Pädagogik erfolgt nur im aus- bzw. weitergebildeten Mensch-Hund-Team und setzt ein sicheres Vertrauensverhältnis voraus.
  • Der Einsatz muss immer nach Hunde- und Tierschutzaspekten sowie tierethischen Grundsätzen geplant und durchgeführt werden. Der Hund darf nicht instrumentalisiert werden. Individuelle Stärken sollten berücksichtigt werden.
  • Rituale für den Hund und Regeln für die Schüler müssen etabliert werden, um dem Hund Hilfestellungen beim Einsatz zu geben und um Stress zu reduzieren.
  • Die Möglichkeit des selbstständigen Rückzugs des Hundes auf einen eigenen und ungestörten Ruheplatz muss gewährleistet sein.

Ein Konzept zum Einsatz des Schulhundes an der Gesamtschule Kaarst liegt vor und kann nach Rücksprache mit Frau Müller eingesehen werden. Bei weiteren Fragen steht Ihnen Frau Müller gern zur Verfügung.

(Vgl. dazu auch den Zeitungsartikel vom 18.12.2015, NGZ)